Von Mohacs nach Suza

Heiß! Die Hitze legt sich wie eine Klammer um den Kopf. Durst! Hab ich schon erwähnt, dass es heiß ist? Als wir heute am Dammweg von Mohacs in Richtung Süden rollen, machen wir eine  Lagebesprechung:

 

Seit ein paar Tagen ist der Wurm drin: Wir stehen viel zu spät auf, in der Mittagshitze geht dann auch nichts weiter, deshalb fahren wir am Abend zu lang, sind dann völlig erschöpft und schlafen dann am nächsten Tag wieder zu lang.


Deshalb beschließen wir unseren Tagesablauf umzustellen. Früher aufstehen, eine ausgiebige Pause zur Mittagszeit, nach Möglichkeit verbunden mit einem Mittagessen mit WIFI – zumal wir noch immer kein Gas auftreiben konnten, um am Abend früher aufzuhören, um noch entspannen zu können.


So wird’s gemacht und genüsslich verprassen wir unsere letzten Forint im letzten Dorf vor der serbischen Grenze. Dann rollen wir bei Herzigszanto nach Serbien.

 

Der Radweg führte in Ungarn am neu asphaltierten Radweg entlang, in Serbien müssen wir auf kleine Landstraßen ausweichen, die uns durch stille, verschlafene Dörfer führen. Wir fahren hier "oben" nur ein kurzes Stück durch Serbien, weil wir den Steigungen auf kroatischer Seite ausweichen wollen.

 

„Wohin fahren Sie?“ „Nach Istanbul.“ Der Zöllner bekreuzigt sich, „gute Fahrt“ wünscht er uns noch.

 

Nach einer Badepause am Donauufer wechseln wir ins nächste Land Kroatien. Wir wollen den Naturpark Kopacki Rit besuchen. Dieser Naturpark liegt im Gebiet um den Zusammenfluss von Drau und Donau.

 

„Fahren Sie nicht nach Kopacki Rit“ rät uns der Zöllner, es kommt viel Regen. Da die Gewitterwolken wirklich bedrohlich aussehen und Wildzelten im Naturpark wegen der Landminen neben der Strecke wirklich nicht möglich ist, nehmen wir im nächsten Ort ein Zimmer. Es übersteigt zwar unser geplantes Budget, ist aber sehr schön.

 

Am Abend dann das Highlight: wir bestellen eine Fischsuppe für Zwei mit hausgemachten Nudeln, in einer Stunde soll sie fertig sein. Frisch geduscht setzen wir uns an den Tisch. Es kommt eine riesige Schüssel voll mit Nudeln und ein Kessel mit Fisch im scharfen Paprikasud. Ein Korb Brot gehört auch dazu. Da wir hier in Slawonien in einem Weinbaugebiet sind, muss auch der hiesige Weißwein verkostet werden. Alles schmeckt einfach super!

 


Wir freuen uns über eure Kommentare, Anregungen, Fragen...

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Kommentare: 1
  • #1

    Helga und Gerhard Myslik (Montag, 25 Juli 2016 18:15)

    ihr seid´s ganz schön flott unterwegs.Nur weiter so schreibt weiter so interessant und schickt noch recht tolle Bilder. Gute weiterreise
    Helga und Gerhard