Die schwimmenden Kühe von Crisan und Berti Pelikan

 

Annik hatte uns schon von ihnen erzählt. Schwimmende Kühe in der Donau, die Seerosenblätter fressen. Das wollen wir sehen. Dauert auch gar nicht lange. Schon als wir unser Kajak zu Wasser lassen, überqueren sie zügig den Donaukanal und verschwinden im Schilf zum Weiden. Doch eigentlich paddeln wir wegen der Pelikane durch das Donaudelta...

 

 

Das mit der Kajakmiete hat prima geklappt. Weil wir auf seinem Zeltplatz schlafen, kriegen wir von Petre ein feines Zweierkajak. Karl bespricht mit ihm noch einmal die geplante Route. Nein, dieser Kanal ist zugewachsen, besser hier. Und die Chancen auf Pelikane stehen nicht schlecht. Super!

 

Das erste Stück ist ein fader Kanal. Tiere sind nicht zu sehen. Als wir in den Jacub-See einbiegen, tümpeln in der Ferne ein paar Schwäne. Na super! Da hätten wir ja auch an der Erlauf spazieren gehen können! Karin, die ja bekanntlich seeehr geduldig ist, wird schon leicht porös. Dann sehen wir wenigstens einen Eisvogel.

 

Doch da: Könnte das nicht… Ein Pelikan!!! Einer!!! Wie ein Säbelzahntiger, der seit drei Wochen mit Apfelmus gefüttert wurde, pirschen wir uns an. Den – müssen – wir – kriegen!!! Doch es kommt, wie es kommen muss: Nah, näher, weg! Karin sieht sich schon mit dem Foto eines Schwans nachhause kommen…

 

Doch da drüben:  Ist das nicht…? Ja!!! Atacke! Wie die Blöden bretteln wir quer über den See, dass die Frösche vor Neid grün werden. Und jetzt: Langsam annähern. Psssst! Leise! Jawoll! Das erste Foto ist im Kasten.

 

Nicht, dass die Biologen unter euch jetzt glauben, wir hätten uns wirklich so dämlich angestellt. Aber spannend war es allemal.

 

Und dann sind wir plötzlich am „richtigen“ Ende des Sees angelangt. Vögel, Vögel, Vögel ohne Zahl. Für die nicht so Bio-Interessierten unter euch wird es jetzt ein wenig mühsam, aber da müsst ihr durch: Wir sehen heute: Viele Pelikane!!! Hunderte Schwäne, sechs Eisvögel, gut eine Million Blässhühner, Rohrdommeln, Möwen, Haubentaucher, Rotschenkel, Graureiher, Seiden-, Purpur- und Silberreiher ohne Zahl, große lebende Muscheln, Frösche und Kormorane ohne Ende und ein Adlerpaar. Jippie! Karin ist sofort der Meinung, das hätte sie eh erwartet – aber im Ernst, es entspricht genau unseren Hoffnungen! Super!

 

Fotografieren konnten wir leider nicht alles, manch dieser Typen waren einfach zu flink für uns. 

 

Die folgenden Fotos könnt ihr durch Anklicken vergrößern:

 

 

Wir haben von Petre zwar eine Karte bekommen, beim zweiten Teil der Tour hätten wir damit aber keine Chance gehabt, in dem Gewirr an kleinen Kanälen und Abbiegungen den Überblick zu behalten. Wir fahren also nach GPS. Ist zwar nicht so zünftig, aber das ist eine Nacht in den Sümpfen auch nicht!

 

 


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