Karli, der Covrigi-König

 

Willig stellt er sich (gerne mehrmals täglich) in die immer lange Schlange. Und wenn er dann mit einem Ring der ofenwarmen Köstlichkeiten zu Karin zurückkommt – ja, dann muss er schauen, dass er auch noch welche erwischt...

 

Covrigi, das ist ein Germteiggebäck, so ähnlich wie die Sesamkringel in der Türkei, nur kleiner und geflochten. Es gibt sie mit Mohn bestreut, mit Sesam, mit Salz oder natur. Und wenn sie ofenwarm sind, schmecken sie einfach himmlisch! Unter 8 haben wir noch nie gekauft. Ihr seht also, wir futtern uns durch die rumänische Küche. Dann gibt es noch hamsii. Zuerst dachten  wir, das wäre eine witzige Abkürzung für Hamburger, denn sie werden an den Imbiss-Ständen verkauft. Es sind aber frittierte Sardellen, die man nach Gewicht kaufen kann. Mit Brot gibt das eine kalorienreiche Mahlzeit für wenig Geld.

 

 

Fisch haben wir noch keinen gegessen, wir sind aber gerade erst ins Delta gekommen.

 

Die letzten drei Tage haben wir Urlaub gemacht, viel geschlafen. Gestern haben wir uns dann doch aufgerafft und sind zum Unabhängigkeitsdenkmal hochgelatscht, von wo aus man einen schönen Blick auf die Stadt und den Hafen hat. Von oben ist sie allerdings auch nicht schöner…

 

 

Bei der Tourist-Info sagt man uns, es gäbe bis 25. August keine Boote mehr zu leihen. Glauben wir nicht! Gottlob haben wir eine Kontaktadresse in der Biosphären-Park-Verwaltung. Die Dame ist sehr hilfsbereit, und so erstellen wir ein Programm für die nächsten Tage. Und Boote zu leihen gibt es natürlich auch…

 

Und so machen wir uns auf zur Fähre. Info ist alles. Zuerst heißt es: Ticketverkauf eine Stunde vor Abfahrt. Karl geht am Vortag hin und die sehr hilfsbereite und englischsprachige Dame erklärt uns, der Ticket-Verkauf startet schon um 10 und wenn wir die Räder mitnehmen wollen, müssen wir eine Stunde vor Abfahrt aufs Boot gehen, weil das Boot eigentlich keine Räder mitnimmt… Und ein Permit zum Betreten des Deltas müssen wir uns auch noch in einem anderen Haus ausdrucken. Alles klar und schon nach einer Stunde ist alles erledigt. Jetzt noch schnell Covrigis kaufen, unser Gepäck holen und auf zum Hafen. 

 

Dort wird Karin perfekt von einem super-englischsprachigen Bettler unterhalten und nach ca. 1 Stunde hat Karin  Einblick in das Leben eines rumänischen Bettlers. Und das gratis!

 

Vor dem Boot holt man uns dann schon 5/4 h vor Abfahrt aus der langen Schlange, und wir dürfen als erste unsere Räder aufs Schiff bringen. Und haben natürlich freie Platzwahl, weil alle anderen weiter warten müssen. Erste Reihe fußfrei, macht Spaß! Das Schiff ist dann gestopft voll, die Leute transportieren auch ihre Kisten, Koffer und auch zwei weitere Radfahrer haben es aufs Schiff geschafft, allerdings mit Drängen und Leute nerven. Tja, dabei ist es doch so einfach… Als alle alles an Bord verteilt haben, sieht es aus wie auf einem Sklavenschiff! Viele müssen stehen. Und das Schiff fährt drei Stunden. 

 

Karins Wunsch ans Delta war es, einen Pelikan zu sehen. Wir könnten schon umdrehen, denn schon am Schiff sehen wir drei große Schwärme (sagt man hier Schwarm? Sind ja keine Makrelen)

 

Wir brauchen nur zwei Stunden in das Fischerdorf Crisan, wo wir unsere Bootstour machen wollen. Wir zelten im Garten der Mutter des Bootsvermieters. Es ist nett hier. Zwei Deutsche und zwei Franzosen sind auch hier, sonst Ruhe pur.

 

 

Und zum Schluss müssen wir noch aus einer Mail zitieren, die wir gestern bekommen haben: “Karli, wir vermissen dich – die Kekse werden immer so alt in der Dose ;0“

 


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