Das Leben - ein Strand

Eigentlich wollten wir ja noch einen Tag faulenzen, aber ein wolkiger, windiger Morgen lässt uns unsere Meinung ändern. Schließlich haben wir nichts gebucht, da müssen wir auch nicht dableiben. Schade, es war sooo schön hier! 

 

Heute ziehen die Badeorte wie Perlen an einer Schnur an uns vorbei. Bis Baltschik auch noch ohne Anstrengungen.. In einer rauschenden Abfahrt rasen wir hinunter, es sieht aus, als flögen wir richtig ins Meer hinein, das strahlend blau leuchtet - von wegen Schwarzes Meer. Baltschik hat auch einen schönen Botanischen Garten zu bieten.

 

Schon bei der Abfahrt schwant uns Übles - schließlich müssen wir da wieder hoch. Aber als wir uns umdrehen, trifft uns fast der Schlag: Da könnten wir jetzt Karlis Kletterseil brauchen, um da wieder hochzukommen!

 

 

Und dann liegen sie vor uns, die berühmten Badeorte der bulgarischen Schwarzmeerküste. Wir beginnen in Albena. Puderzuckerfeiner heller Sand, breit, nur muss man bereit sein, ihn mit ein paar Leuten zu teilen...

 

Wir fahren an riesigen Paprikafeldern vorbei, die voller roter Paprika hängen. Die Früchte werden am Straßenrand in riesigen Säcken verkauft. Ein wenig zu viel für unsere Tourküche.

 

 

Dann wird es anstrengend. Da es keine durchgehende Straße am Meer entlang gibt, müssen wir den Weg hinten an der Küste nehmen. Das heißt: Hügel hinauf, Hügel hinunter, einen nach dem anderen. Das schlaucht.

 

Dafür gibt es immer wieder Traumaussichten auf das Meer. Besonders Karin kann sich dafür begeistern und landet vor lauter auf die Seite schauen fast im Straßengraben. Jetzt fahren wir endlich immer wieder direkt an Meer entlang.

 

Schließlich landen wir am Goldstrand. Eigentlich heißt die ganze Ortschaft und das dahinterliegende Naturschutzgebiet Goldstrände. 

 

Der Strand selber ist ebenfalls feiner Sand, etwas goldiger vielleicht als Albena. Wenn man ihn denn sähe, vor lauter Touristen. Schon bei der Ortseinfahrt müssen wir darauf achten, keinen Touristen zu überfahren... Hunderte Hotels, Bummelzug, Restaurantkeiler und "Winner Schniezl". Echt übel. 

 

Aber nach 89 km findet sich hier auch für uns ein günstiges Zimmer. Denn der hiesige Campingplatz war so grottig, das war nicht mal die 5 Euro pro Person wert. Zuerst sollte er ja noch mehr kosten, aber als der Platzwart sieht, dass wir uns abwenden, bietet er uns einen "Discount, weil wir ja nur für eine Nacht bleiben..." Hatten wir auch noch nie. Schlitzohr!

 

Ansonsten haben sich die Bulgaren als ebenso freundlich erwiesen wie die Rumänen. Nicht so überströmend fröhlich vielleicht, aber ebenso schnell zu einem Lächeln oder zu Hilfe bereit. Und was deutlich für Bulgarien spricht: So gut wie keine Hunde. Halleluja!

 


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