Training

Karl nennt es Training für den Kili, Karin nennt es unnötig: Dieses Land ist sowas von bergig! Heute fahren wir auf der großen E 87, der wir Hunderte km folgen werden. Es ist viel Verkehr, und die Steigungen sind zahlreich. Damit ihr uns nicht zu sehr bedauert, denkt an die tollen Abfahrten, das Meer vor Augen...

 

Heute kommen wir nach Varna, der größten Stadt an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Hinauf, hinunter. Wir hätten besser noch einmal nach Rom fahren sollen, das ist wenigsten nur auf sieben Hügeln erbaut!

 

Varna hat eine nette Innenstadt mit Fußgängerzone und einigen schönen Gebäuden. Und hier finden wir auch wieder einmal Gaskartuschen. Das entwickelt sich allmählich zu einem Geduldsspiel, die letzte (nur eine) gab es in Tulcea. Ab heute wird wieder gekocht.

 

 

Mittags holen wir unser Essen jetzt von den Bäckern. Sie bieten neben süßen Sachen auch Baniza an. Das sind Blätterteigtaschen mit Schafkäse gefüllt. Es gibt auch Germteigtaschen mit Schafkäse und die Briochedinger mit Sesam zum Frühstück wollen wir euch auch nicht verschweigen. Die Portionsgröße ist riesig - also radlerkonform!

 

Hier gibt es wenigsten wieder Imbissstände. In Rumänien gab es in den Dörfern einfach nichts Fertiges, weil sich das sowieso keiner geleistet hätte. Gegessen wurde dort ausschließlich zuhause, Geld war anscheinend bei den Männern nur für Bier vorgesehen... Auch gab es in den Geschäften kaum Gemüse und Obst, das hatte jeder daheim und Eier wurden einzeln verkauft. 

 

Hier in Bulgarien gibt es auch wieder üppige Obst- und Gemüsestände auf den Straßen. Generell wirkt hier alles etwas reicher. 

 

 

 

 

Und so sieht es aus, wenn Chefkoch Karl gebratenes Gemüse mit Schafkäse und Chili kocht...

 

Die bulgarischen Autofahrer fahren rasanter als die Rumänen, alleine heute kommen wir an zwei Unfällen vorbei. Karin zieht auf der großen Straße wieder die rosa "Tussi-on-tour"-Jacke an.

 

Die Landschaft ist herrlich. Das blitzblaue Meer, die Berge im Hinterland, alles bewaldet. Wir waren in Rumänien ja meist in offener Landschaft unterwegs, so ist das jetzt eine schöne Abwechslung.

 

 

Auch hier sind Ende August die Ferien zu Ende. Wir aber radeln weiter und weiter. Acht Wochen sind wir jetzt schon unterwegs. Wir wollen uns hier am Meer nochmals Zeit nehmen. Wenn wir in 14 Tagen in Istanbul sind, ist das auch noch früh genug...

 


Wir freuen uns über eure Kommentare, Anregungen, Fragen...