Und dann sind wir drin...

 

Nachdem wir jetzt schon in Istanbul angekommen sind, ist es mit Hunden und Schnellstraßen vorbei. Unser einziges Problem ist jetzt, dass wir diverse Autobahnringe überqueren müssen...

 

Doch Karl findet auch hier eine Lösung. Zwar müssen wir öfters unseren Locus befragen und kreuz und quer fahren, aber wir finden zu jeder Autobahn eine Über- oder Unterquerung. Dazu fahren wir im dichtesten Stadtgewusel und schwimmen begeistert im Verkehrsstrom mit. Denn das tun wir beide total gern. Gerade in den Ländern, wo kreuz und quer gefahren wird, aber alle mit allem rechnen, macht das echt Spaß. Zudem wird bei uns viel schneller und aggressiver gefahren, und die Leute verstehen keinen Spaß! Hier bilden sich die abenteuerlichsten "Verkehrsknoten", und irgendwie löst sich immer wieder alles in Wohlgefallen auf. Das macht mit dem Rad richtig Spaß, weil man sich rechts und links immer irgendwo durchschlängeln kann. 

 

Lachen müssen wir, als ein  Mopedfahrer, der uns über weite Strecken nicht abhängt, begeistert Karl anspricht und meint: "You are very professional. You survived!"

 

Wir wissen jetzt auch, warum wir in Städten eigentlich nie Probleme sehen. Einige Male haben uns nämlich ausländische Radfahrer gesagt, am meisten hätten sie sich in Österreich gefürchtet, weil da die Leute so aggressiv und schnell fahren... Also: Gelernt ist eben gelernt!

 

Immer weiter dringen wir ins Gewusel der Stadt ein. Ein paarmal gibt es kurze Regenschauer, wo wir unter ein Vordach flüchten, dann geht es weiter. 

 

Dann sind wir in Fußgängerzonen unterwegs, wo es kein Durchkommen mehr gibt. Überall wuseln Leute. "Vermeiden Sie Menschenansammlungen in Istanbul" Ha! Ha, ha, ha! Und wie? Diese Stadt ist eine einzige Menschenansammlung!

 

Schließlich kommen wir vor der Universität an. Eine Moschee und ein lebhafter Markt schließen sich an. Wohlwollende Blicke sehen uns an. Hosgeldiniz! Herzlich willkommen, hören wir mehrmals von Passanten. Ausländische westliche Touristen sehen wir so gut wie keine. Die Leute sind sehr konservativ gekleidet, fast alle Frauen tragen das Kopftuch, viele den Tschador. Denn Touristen gibt es sehr wohl, vor allem Iraner und Araber.

 

Von hier aus kann man den Bosporus sehen, und da rollen wir jetzt hinunter. Durch dichtestes Gewutzle eines Ladenviertels erreichen wir die Anlegestelle der Fähren nach Asien. Wir sind da!

 

 

Noch einmal die Fotos von unserer Ankunft:

 

Die Universität

 

 

 

Am Bosporus

 

Das Galata-Viertel mit dem Galataturm

Von hier fahren wir mit dem Rad weiter am Wasser entlang Richtung Topkapi und Sultanahmet. Denn an der Blauen Moschee soll unsere Radtour enden.

 

 

 

 

Im Gülhane Park unterhalb von Topkapi. Ihn durchqueren wir mit dem Rad.

 

 

 

WIR SIND DA!!!

 

Die Sultanahmet-Moschee oder Blaue Moschee

 

 

 

 

 

Hagia Sophia

 

Nach 4225 Fahrradkilometern haben wir das achte Land unserer Tour erreicht und beenden die erste Etappe unserer Weltreise. Ergriffen liegen wir uns in den Armen - wir haben es geschafft! Wir sind da! 

 

Und als Belohnung gibt es das letzte Packerl Schnitten, das zerknautscht in unseren Packtaschen mit uns gereist ist! Am Ziel!!!

 


Wir freuen uns über eure Kommentare, Anregungen, Fragen...