Schmatz mit Mandeln!

 

Für alle, die befürchtet hatten, dass wir bei einer Weltreise vom Fleisch fallen, zur Beruhigung: Wir sind auf dem besten Wege, wieder rund und gsund auszusehen. 

 

Denn seit wir in der Türkei sind, futtern wir uns durch die türkische Straßenküche.

 

Döner kennen ja alle von euch, nur dass sie hier manchmal etwas größer ausfallen. Gewöhnungsbedürftig für uns ist allerdings, dass zusätzlich oft kalte Pommes dazu ins Brötchen kommen und das Ganze dann in einer Art Toaster gepresst erhitzt wird. Müssen wir nicht so haben.

 

Außer Döner-Sandwich gibt es auch welche mit Köfte (Fleischbällchen).

 

 

Beim Kebapci liegen Spieße, Köfte (Fleischbällchen), Hühnerteile und Faschiertes-Spieße parat. Man sucht aus, und es wird frisch gegrillt.

 

Der Böregci macht Böreg. Yufka-Blätter (Teig) werden gefüllt mit Schafkäse und/oder Spinat und gebacken oder frittiert.

 

Den Pidebäcker mögen wir besonders. Einerseits macht er das normale Fladenbrot, andererseits wird der Teig ausgerollt, mit Käse und verschiedenen anderen Zutaten belegt und gebacken.

 

Das Fladenbrot essen wir zu Menemen, das ist ein Gemüseomelette mit Tomaten und vielen Paprikaschoten. Es wird zum Frühstück und als leichtes Sommermittagessen verzehrt.

 

Aus Karlis Küche
Aus Karlis Küche

 

Dazu getrunken wird vorzugsweise der Yoghurtdrink Ayran, für uns nur eisgekühlt und rasch erträglich. Schnell weg damit!

 

Tschai ist allgegenwärtig. Auf jedem freien Platz steht ein Teeglas und die Teehäuser sind voller Männer, die hier die wirklich wichtigen Dinge des Lebens besprechen. Immer wieder wird man von Bekannten (sogar wir haben schon welche) zum Tee eingeladen.

 

Ansonsten wird viel Wasser und Zitronenlimo getrunken, die kleinen Buben, die lautstark ihr kaltes Wasser anpreisen, wuseln überall herum.

 

 

Wenn man Bier kauft (nur in manchen Läden erhältlich), wird es wie etwas Unanständiges im schwarzen Sackerl versteckt. Wahrscheinlich, dass die anderen keinen Gusto kriegen...

 

Besonders mögen wir die vielen bunten Eintöpfe aus verschiedenen Gemüsen und Fleisch, die es in den billigen Lokantasi fertig gibt. Tomaten, Melanzani, Kartoffeln, Okraschoten und Kichererbsen mit Hühnerfleisch, Lamm, Rind in würzigen Saucen. Oft wird Gemüse mit Bechamel und Käse überbacken.

 

Das einzige, was wir konsequent verweigern, sind die Muschelstände. Die Muscheln werden roh oder gefüllt verkauft. Dazu liegen sie stundenlang auf Blechtabletts in der prallen Sonne, vielleicht war mal Eis drunter, vielleicht auch nicht. Wir wollen zwar immer neue Erfahrungen machen, eine Fischvergiftung gehört aber nicht dazu...

 

Bei der Galatabrücke gibt es die Stände, die Fischbrötchen verkaufen. Dazu werden Pickles (Essiggurkerl und Kraut in einem roten Essig) gereicht.

 

 

Ganz wichtig sind Simit, die allgegenwärtigen Sesamkringel. Karli, der Covrigi-König hat hier seine Ersatzdroge gefunden! A simit a day, keeps the Hungertod away!

 

 

Bei der Süleiman-Moschee gibt es eigene Bohnen-Lokale, wo es Bohnen in Tomatensauce mit Reis und Brot gibt.

 

 

Ein eigener Laden verkauft unsere heißgeliebten "süßen Scheißerl": Baklava, Frauennabel, Mädchenhaar und wie sie alle heißen. Sie triefen vor Sirup und sichern unserem Zahnarzt ein lebenslanges Einkommen.

 

 

Die Obststände quellen über, uns sind bereits zwei 6 kg-Wassermelonen, ein Kilo Feigen und unzählige Kilos Sultanas-Trauben zum Opfer gefallen. Auch Granatäpfel probieren wir.

 

 

Und um euch nicht länger auf die Folter zu spannen: Beim Kokorec gibt es das, was an Kurban beim Schlachten übergeblieben ist: Gewürzte, über Holzkohlenfeuer gegrillte Hammeldärme. Der Karli erinnert sich natürlich sofort daran, kein Fleisch zu essen (fei-eig!!!), sodass es wieder einmal an Karin hängenbleibt, euch weiterzubilden: Also: Es schmeckt genauso, wie es klingt!!!

 


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