Hallo, Afrika!

Mit großen Augen schauen wir rings um uns. Alles ist neu. Kaum fünf Minuten mit dem Bus ins Hotel unterwegs, wird unser Bus von der Polizei aufgehalten, die einfach irgendeinen Grund sucht, um etwas abzucashen.. Bezahlt wird dann zwar nichts, aber das Palaver rundherum dauert... Na super, wenn die das schon mit den Einheimischen probieren, dann sind wir ja dann erst die richtigen Opfer...

 

Die Anreise war lang, aber unkompliziert. Von Istanbul fliegen wir nach Addis Abeba. In Istanbul hören wir, dass unser Gepäck direkt nach Moshi durchgecheckt werden. Hoffentlich...

 

Das Essen bei Turkish Airlines ist von Do & Co. Nachher können wir schlafen. Denn der Flieger ist halb leer, und so okkupieren wir jeder eine Dreierreihe. Karin schläft auch wirklich gut. Karl keine Minute...

 

 

In Addis Abbeba haben wir 10 Stunden. Da wir mitten in der Nacht landen, empfiehlt es sich nicht, raus zu gehen. Im Transitbereich stehen Liegen, wo Karin sofort weiterschläft. Es ist sehr ruhig, da in der Nacht kaum Flugzeuge fliegen. Nach einem Kaffee ist Karin wieder guter Dinge, Karl hat noch immer keine Minute geschlafen und erinnert allmählich an zerknittertes Zeitungspapier...

 

 

Unser Flug mit Ethiopien Airlines wird mit einem Riesenflugzeug durchgeführt (9 Sitze pro Reihe). Beim elektronischen Check-in hat man uns getrennte Sitze, beides Fensterplätze auf unterschiedlichen Seiten gegeben, und so sieht Karl Mount Meru und Karin Kilimandscharo, weil man zwischen beiden Moshi anfliegt. Zumindest sieht man das, was aus den Wolken rausschaut.

 

Das erste Mal fliegen wir auch über Sandwüste, UND wir überqueren erstmals im Leben den Äquator! Äquatortaufe!!!

 

Beide Flüge gemeinsam dauern 7 Stunden und wir haben die gleiche Zeit wie in Istanbul, also eine Stunde später als daheim. Also keinen Jetlag.

 

 

Die Einreise ist zwar etwas aufwendig - Anstellen an  4 verschiedenen Schaltern, aber es geht flott. Wir hatten Bedenken, weil wir kein Heim- oder Weiterreiseticket haben, aber die Beamtin fragt nur, was wir vorhaben, und dann sind wir drin. Ach ja, hier wird man auch fotografiert und die Fingerabdrücke werden abgenommen.

 

Mit einem Minibus fahren wir eine Stunde ins Hotel in Moshi. Gleich zu Beginn die Episode mit der Polizei, damit wir gleich wissen, was die will, wenn sie einen aufhält.

 

Obwohl der Guide sagt, dass alles trocken ist, finden wir alles sehr grün. Viele Bäume, Bananen,  auch Blumen, Mais (der allerdings komplett vertrocknet ist). 

 

Überall kleine Shops und sehr farbenprächtig gekleidete Frauen. Das sieht schön aus. An Gemüseständen werden Tomaten, Kartoffeln und riesige Süßkartoffeln verkauft.

 

Wir fahren an einem Markt in Moshi vorbei. Da müssen wir nach der Besteigung hin! Unglaublich! Eng, laut, voll! 

 

 

Das Hotel ist funktional. Es gibt aber sogar einen Pool! Und für uns wichtig, einen Safe und Moskitonetze. Am Abend geht Karin langärmelig und eingesprüht ins open-air-Resaurant, aber kein einziger Moskito lässt sich blicken. Gut so, weil wir keine Prophylaxe nehmen.

 

Beim Abendessen sitzen wir bei lauter Leuten, die es schon geschafft haben. Für uns eine Fundgrube an Wissen. Der dritte Tag scheint der härteste am Kili zu sein, am Mount Meru war keiner. Die Barranco-Wall scheint auch eine Challenge zu werden mit leichten Kletterstellen auf über 4000 m Höhe. Und es scheint kuschelig zu werden in den Lagern - so viele Leute unterwegs. Alleine wir zwei Hanseln geben 10 (!) Leuten Arbeit: 1 Guide, 1 Hilfsguide (gut, falls einer von uns Probleme bekommen sollte), ein Koch, ein Kellner (!) und sechs Träger. Erinnert irgendwie an Großer, weißer Jäger. Vielleicht sollten wir fragen, ob es auch jemand gäbe, der uns in der Hängematte hochträgt...

 

Da das Internet hier grottenschlecht und langsam funktioniert (diesmal haben wir es geschafft ein paar Fotos hochzuladen), kann es aber sein, dass wir zukünftig die Fotos nachreichen müssen. Morgen geht es dann los zum Mount Meru, heute um vier kommt der Guide zur Vorbesprechung. Die erste Besteigung dauert vier Tage. Dann bekommt ihr einen ausführlichen Bericht über die erste Tour.

 


Wir freuen uns über eure Kommentare, Anregungen, Fragen...

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Kommentare: 4
  • #1

    ANITA (Samstag, 17 September 2016 17:31)

    Hi ihr zwei! Ich verfolge täglich eure tollen Berichte. Wahnsinn, was ihr so alles erlebt. Ich wünsche euch weiterhin viel Spass, tolle Erlebnisse und passt gut auf euch auf. Bin schon neugierig auf Karin mit den kurzen Haaren, wachsen eh so schnell nach

  • #2

    Mama (Sonntag, 18 September 2016)

    Viel Glück bei der ersten bergbesteigung.afrika fremdes land eine andere welt

  • #3

    Sandra und Walter (Dienstag, 20 September 2016 19:00)

    Viel Spaß bei den Besteigungen! Wir freuen uns schon auf die Fotos!

  • #4

    Martina G. (Freitag, 04 November 2016 16:22)

    Ich kann nachfühlen, wenn das Internet nicht geht bzw. kein Wlan vorhanden ist. Wir waren heuer in Österreich! mit den Kindern auf Urlaub und hatten im Quartier kein Wlan! Katastrophe - aber nur für die Kinder!
    Liebe Grüße aus der heute saukalten Heimat.