Roys Nest, 11. 10. 2016

In der Nacht ist es kalt… Sehr kalt… Wüste! Dick eingemummt sitzen wir heute am Frühstückstisch. Dann machen wir uns auf die Reise nach Norden. Die Straßenschilder sind hier etwas anders als daheim, oder?

 

 

Und wenn sie was schreiben, dann meinen sie es ernst. Kurz darauf sehen wir die ersten Warzenschweine. Insgesamt werden es an die zwanzig werden, die teilweise ganz nah neben der Straße stehen. Ansonsten sehen wir noch eine Horde Affen, eine kleine Antilope und eine Oryxantilope. Leider kann man hier auf der großen Straße zum Fotografieren nicht unmittelbar stehenbleiben, weil alle 120 gasen.

 

Die Landschaft ist für unsere Augen trist. Die sehr genügsamen Kameldornbüsche gibt es in allen Größen, über Hunderte km fährt man so. Es ist alles komplett ausgedörrt, nur manche Baumkronen sind hellgrün. Über viele km führt die Straße schnurgerade dahin, ohne eine Kurve. Ermüdend!

 

Als wirklich schön empfinden wir das Land nicht, wenn auch alle Namibier felsenfest davon überzeugt sind, dass es das schönste Land auf der Welt ist.

 

Der Boden ist feinsandig und hell, wie auf einem schönen Strand. Das beherrschende Thema ist die Dürre. Wir haben noch mit keinem Namibier gesprochen, der dieses Thema nicht angesprochen hätte.

 

Was uns fehlt, ist Afrika. Die schwarzen Frauen tragen westliche Kleidung und die Rassen bleiben für sich. Unser Gastgeber gestern bringt es auf den Punkt. „Sie mögen gemeinsam zur Schule gehen, aber ich möchte sie nicht in meinem Haus sehen. Ich möchte nicht, dass meine Kinder Schwarze heiraten und meine Enkelkinder braune Haut haben und lockiges Haar.“ So wie er denken hier viele. Auch scheint Besitz hier weiß zu sein und die Angestellten schwarz. Nur die Beamten sind alle schwarz (wie in Niederösterreich:).

 

Am frühen Abend steuern wir wieder die Campsite einer Gästefarm an. Hier kann man für wenig Geld zelten, hat Dusche und WC, hier sogar einen Pool. Und hier gibt es ein Wasserloch. Da gibt es in der Dämmerung Tiere zu sehen. Wir sehen drei verschiedene Antilopenarten. Für uns nicht schlecht, für Leute, die aus den Nationalparks kommen, fad.

 

 

Hier sind wir südlicher als in Tansania, es wird  später dunkel, erst um ca. sieben Uhr. Dann grillen wir. Hier gehört zu jeder Campsite ein eigener Grillplatz, der Braii. Deshalb haben wir uns ausgerüstet und Grillkohle erstanden. Jetzt wissen wir auch, warum die alle solche „Fleischfresser" sind: Zwei große Stücke Fleisch kosten drei Euro,  zwei riesige Rindersteaks gerade mal  8 Euro. Die Fleischqualität ist super. Kein Schrumpffleisch hier!

 


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