Mokoro-Tour im Okovangodelta, 27. 10.

Heute sind wir genau vier Monate unterwegs. Zur Feier des Tages gönnen wir uns eine Mokoro-Tour im Okovangodelta. Mokoros sind flache Boote, wie Einbäume, und man wird gestakt. Das Wasser des Okovangos ist so klar, dass unser Staker direkt daraus trinkt.

 

 

Früher mal waren die Mokoros aus Holz. doch da man für jedes Mokoro einen großen Baum braucht, und nur mehr so wenige übrig sind, hat die Regierung dies kurzerhand verboten. Deshalb sitzen wir in einem Plastikboot...

 

 

Wir haben eine Morgentour gewählt, die schon um 6 Uhr startet. Das ist super, denn erstens ist es dann noch nicht so heiß, und außerdem sind wir doch tatsächlich die einzigen. Zuerst fahren wir an einem Hippo-Pool vorbei, in dem vier Hippos grundeln. Das Krokodil, das hier auch lebt, lässt sich nicht blicken. Da wir in einem flachen Mokoro sitzen, sind wir nicht sonderlich traurig darüber.

 

 

Wir sehen viele Wasservögel und hören viel über die Pflanzen. Dies ist die Blüte der Wasserlilie, eine begehrte einheimische Speise. Die Wurzeln werden ausgegraben, in Stücke geschnitten und gekocht, oder auch roh gegessen. Auch die Elefanten mögen das, sie graben sich die Wurzeln aus - und waschen sie. Dazu schütteln sie sie im Wasser durch! Schlau, gell!

 

 

Den grünen Knoten dieser Pflanze kann man zusammendrücken, dann spritzt eine Flüssigkeit raus. Die Leute hier nutzen sie als Augentropfen.

 

 

Manche der vielen kleinen Inseln im Delta sind die Überreste von Termitenhügeln. Die Spitze wird in der Regenzeit abgeschwemmt, die harte Basis bleibt und wird von Gräsern besiedelt. Auch ein gutes Termitenrezept bekommen wir. Die Tierchen werden sonnengetrocknet, mit wenig Öl gebraten, dann gestampft, um sie weichzumachen - Mahlzeit!

 

 

An Tieren sehen wir noch Elefanten, Antilopen und einen gewaltigen Seeadler.

 


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