Etosha, Olifantsrus, 3. 11.

 

Wir sind nicht traurig, das massentouristische Halali zu verlassen und fahren in den Westteil des Parks, der erst seit einigen Jahren geöffnet ist. Bald nach Verlassen des Camps läuft uns dann ein Nashorn über die Straße! Super! 

 

 

Und auch sonst ist der heutige Tag viel besser. Die Gegend ist nicht mehr so weiß-steinig, sondern mehr rötlich und mit mehr Büschen. Und es sind deutlich weniger Leute unterwegs. Am Morgen hat Karin am Wasserloch noch einmal ein Nashorn gesehen, während Karl nicht aufstehen wollte und es verpasst hat.

 

An einem Wasserloch pulsiert das Leben. Nein, eher: erstarrt. Denn die Tiere trauen sich nicht zum Wasser. Denn hier liegen andere Autoritäten:

 

 

Doch die sind beschäftigt: Mit Familienplanung! Die Löwin umgarnt ihren Gespons lockend, beißt ihn in die Mähne und präsentiert einladend ihr Hinterteil. Lange braucht sie ihn nicht zu überreden! A propos lange: Lange haben wir nichts zu sehen. Dafür oft. Viermal in 42 Minuten. Dann ist er müde und schickt sie um eine Pizza formaggio e impala ;) 

 

 

Plötzlich Unruhe: Alle Tiere schauen auf unser Auto. Huch! Karin schaut zurück und entdeckt direkt hinter uns ein weiteres Löwenpärchen, das auch von Sex am Pool träumt und enttäuscht ist, dass schon andere zuvorgekommen sind. Was wird jetzt passieren? Nach einer Nachdenkpause stupst die Neuankömmlingslöwin ihren Partner, und die beiden wählen ein Plätzchen in der Nähe – um sich den geplanten Aktivitäten hinzugeben! 

 

 

 

 

 

 

Und in Zukunft nehmen wir Schilder ernster!

 

Erst als die Löwen „fertig“ sind und ein wenig weggehen, trauen sich die anderen Tiere zum Trinken. In der gnadenlosen Mittagshitze haben sie gewartet, bis die Löwen um 12 Uhr mittags den Höhepunkt des Tages genießen konnten…

 

 

Am Abend fahren wir nach Olifantsrus. Einem Tipp zufolge kommen wir spät ohne Reservierung und werden wunschgemäß am Day-Rest-Areal untergebracht. Mit Bänken, Tisch und Griller und viel Platz, während die reservierten Plätze auf der normalen Camp Site das alles NICHT haben. Schlau, gell!

 

Der Platz ist ganz neu und einer der schönsten der bisherigen Reise.  Ein schöner Aussichtsplatz am Wasserloch lässt uns die „Strapazen“ des Tages vergessen, und wir genießen ein Becherchen Rotwein, während wir zuerst ein Nashorn und dann eine Elefantenherde mit ganz vielen Kleinen bestaunen.

 

 

Und weil es so schön war, hier noch ein paar Fotos:

 


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