Spitzkoppe, 10. 11.

 

Als wir uns wieder aufgetaut haben, verlassen wir das "Eismeer". Nein, eine Liebesbeziehung ist das mit uns und Swakop nicht geworden. Eher ein Two-nights-stand;) Also trennen wir uns nach dem Duschen ohne Wehmut!

 

Unser Weg führt uns zur Spitzkoppe. Seitdem vor ein paar Jahren ein Tourist bei einem Raubüberfall ums Leben kam, wird das Gelände bewacht - und man muss Eintritt bezahlen. Wir sind der Meinung, es lohnt sich.

 

Wenn man aus der Halbwüste kommt, ragt die Spitzkoppe spektakulär aus der Ebene. Man kann auf dem Areal herumfahren und einzelne Felsformationen erklettern und erkunden. 

 

Die Spitzkoppe an sich gilt als schwierig zu besteigen. Auch einen Bereich zum Felsklettern gibt es dort. Wir verbringen einige Stunden damit, auf den Felsen herumzukraxeln. Diesmal sogar zur Abwechslung in anständigen Schuhen.

 

 

Um schon einmal einen Vorgeschmack auf die Nationalparks in den Staaten zu bekommen, versuchen wir uns am Rock-Arch. Natürlich kraxeln wir beiden Intelligenzbestien wieder einmal in der Nachmittagshitze in den Felsen herum. Wenigstens das Mittagsmahl nehmen wir im Schattten ein, aufmerksam beäugt von diesem Tierchen. Wir wissen zwar nicht genau, was es ist, aber es sieht aus wie eine Ratte, der man den Schwanz gestohlen hat. 

 

 

Und weil Klaudia gefragt hat, ob wir schon Schlangen gesehen haben: Nein, denn denen ist es jetzt zu heiß! Nein, im Ernst, jetzt ist nicht Schlangensaison, die soll im Juli sein. 

 

Wir hören so manche nette Geschichte über Schlangen in Namibia. Die von uns gefürchtete Puffotter, die liegenbleibt, bis man draufsteigt und dann beisst, während andere flüchten, müssten wir gar nicht so fürchten. Da verfault dir "nur" das Gewebe um die Bissstelle - das schneidet man halt weg. Wirklich übel ist die Schwarze Mamba, da hast du nur mehr eine halbe Stunde, sagen sie. Da geht sich kein Weihnachtsputz mehr aus, und du trittst deinem Schöpfer mit unrasierten Beine gegenüber ;)

 

Wir haben allerdings schon allerlei andere nette Tierchen angetroffen - Riesentausendfüßler unter dem Zelt, unbekannte riesige Insekten und Stabheuschrecken - vorzugsweise im Badezimmer. Einmal war Karin am stillen Örtchen, und nach dem Aufstehen bemerkte sie, dass zwischen Klomuschel und Brille ein schwarze Spinne saß!!! IIIIIIIIhhhhhhh!!!!! Kreischalarm!

 

Am Abend treffen wir in Okahandja auf Rista und Leon aus Südafrika. Wie so viele andere Südafrikaner sind sie offen, freundlich, gastfreundlich, total nette Menschen. Und auch sie sagen, dass du wissen musst, wo du in Südafrika hingehen kannst und wo es zu gefährlich ist, dann wäre es kein Problem. Nur, wie soll das ein Tourist wissen? Es ist für uns eigentlich das erste Mal, dass wir mit no-go-Areas konfrontiert sind. Auch in Swakopmund galt eine Straße als gefährlich. Praktischerweise die zwischen unserem Campingplatz und dem Zentrum...

 


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