Zurück nach Entebbe

 

Heute ist der Wurm drin. Manche Tage beim Reisen sind ein Traum, manche nicht so prickelnd. Es fängt damit an, dass wir in der Nacht kaum geschlafen haben. Denn um halb acht am Abend bricht das Inferno los. Irgendwie haben wir übersehen, dass im Nachbarhaus eine Disco ist, die das ganze Viertel bis halb vier Uhr Früh in ohrenbetäubender Lautstärke beschallt. Wir stehen fast senkrecht in unseren Betten… Ohropax ist da chancenlos, das Einzige was helfen könnte, wäre ein Stromausfall… Und um halb sechs jodelt der Muezzin…

 

Der Bus fährt dann erstaunlicherweise um fünf nach sieben los. Halb leer. Ja, was ist denn jetzt los? Nun, man hat uns gestern gesagt, dass vor Weihnachten keiner nach Kampala fährt, außerdem seien Buspreise jetzt „flexibel“.  Nach heftigem Feilschen reisen wir um nicht viel mehr als den halben Normalpreis ohne besondere Vorkommnisse nach Kampala und sind schon um halb vier in der Stadt.

 

Wieder einmal haben wir den Äquator überquert und kein Schild gesehen. Angeblich gibt es eines. Also sind wir halt blind… Glaubt es uns halt bitte trotzdem!

 

Unterwegs wird wieder Markt gehalten und uns gefällt immer wieder, wie schön sie ihre Tomaten und Zwiebeln aufschlichten. A propos Zwiebeln: Die sind gerade in Aktion, und so zieht schon bald ein kräftiger Zwiebelduft durch den Bus. Wir hatten schon üblere Gerüche…

 

 

In Kampala angekommen, erfüllen wir noch eine touristische Pflicht und besuchen das Unabhängigkeitsdenkmal. Das haben wir beim ersten Mal in der Stadt irgendwie vergessen.

 

 

Anschließend kämpfen wir uns durch dichtestes Verkehrsgewühl zum Taxi-Park, wo die Matatus nach Entebbe abfahren. Sogleich sitzen wir in einem drin, das sich sofort füllt, und ab geht die Post. Oder besser „staut“... Leider bescheißt uns dann der Kassier beim Rausgeben und weigert sich entschieden, den Rest rauszurücken. Und was tust du dann? Wir können ihn ja schlecht erschlagen… Obwohl gerade Karin unbändige Lust dazu hätte! Hat wohl der Yoga-Kurs doch noch nicht angeschlagen…

 

Es sind ja Minisummen, aber es ärgert einen halt! Dann rufen wir Sim an, um uns wieder bei ihm einzuquartieren. Und ausgerechnet der Typ, der in einem halben Jahr nur neun Gäste hatte, ist heute Abend voll. Na ja, selber schuld, wir hätten ja früher fragen können. Also auch noch Zimmer suchen. Wir finden nur eines, das ganz deutlich über unserem sonstigen Budget liegt. Das treibt einem Sparefroh schon die Tränen in die Augen ;) Wenigstens ist es sehr ordentlich und schön. Und das Frühstück am anderen Morgen das Beste, das wir seit langem hatten. Also sind wir jetzt wieder ganz relaxt und streichelweich. Anscheinend muss man uns nur regelmäßig und gut füttern!

 

Zudem stellen wir noch fest, dass unser Besucherzähler seit Tagen nicht mehr richtig zählt. Wir waren schon enttäuscht, dass wir euch verloren haben! Doch gottlob zählt auch Freund Google mit und liefert uns mit mehr als 31.000 Seitenaufrufen eine erfreuliche Zahl. Danke euch allen, die ihr unseren Berichten folgt. Besonderer Dank allen, die uns mit ihren Kommentaren und Gästebucheinträgen erfreuen, das gibt uns total viel!!!!

 

Morgen machen wir uns auf nach Indien, wo wir New Delhi, Agra und Varanasi besuchen wollen. Falls wir kein Internet mehr haben sollten, wünschen wir euch schon jetzt frohe, gesegnete Weihnachten und ein besonders gutes Neues Jahr 2017, in dem wir uns hoffentlich alle gesund wiedersehen!

 


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