Bangkok - zwischen Tempeln und Party

Als wir morgens um halb 10 endlich im Frühstücksraum aufkreuzen, sehen wir als erstes das freundliche Gesicht von Wiets. Schön, in der Fremde Freunde zu treffen. Tagsüber gehen wir getrennte Wege, aber abends werden wir alle gemeinsam eine Bootsfahrt machen. 

 

Wir brechen auf zu den Sehenswürdigkeiten Bangkoks. Mit Skytrain und Bus fahren wir zum Wat Pho, dem Tempel des liegenden Buddhas. Wir sind völlig von den Socken vom Bling Bling der vielen Tempelchen und der goldenen Buddhas. Im Inneren der Tempelanlage gibt es zahlreiche Tempel mit teilweise riesigen Buddhastatuen zu sehen. Auch hier Räucherstäbchen und Blumenopfer. Die Gläubigen bringen Blattgold auf die Buddhastatuen auf. 

 

 

Das Hauptheiligtum des Tempels ist ein immens riesiger, auf der Seite liegender goldener Buddha, der ein ganzes Haus ausfüllt. Andächtig umrunden wir die 46 Meter lange und 15 Meter hohe Statue. Alleine ist man hier natürlich nicht, vor Taschendieben wird gewarnt. Seit Agra bzw. dem Kilimandscharo haben wir nicht mehr so viele weiße Touristen auf einmal gesehen. 

 

 

Beim Anblick der steinernen Tempelwächter, die eher an einen Wurzelsepp erinnern, müssen wir schmunzeln. 

 

 

Im Anschluss gehen wir zum Königspalast. Da vor kurzem Thailands geliebter König verstorben ist, befindet sich das Land in einer einjährigen Trauerphase. Viele Menschen tragen Schwarz oder eine schwarze Trauerschleife. An verschiedenen Plätzen sind große Bilder des verstorbenen Königs aufgestellt worden, mit Blumen geschmückt wie Altäre. Für die Besichtigung des Königspalasts fehlt uns die Zeit, denn wir sind im Stress, wollen wir uns doch schon bald zur Bootsfahrt treffen.

 

 

Die Besichtigung des Wat Arun, des Tempels der Morgenröte können wir uns sowieso ersparen. Denn er wird renoviert und ist komplett eingerüstet. 

 

Schließlich erstehen wir noch ein Hemd für Karl und schaffen es danach, mit dem Zug in die falsche Richtung zu fahren. Durch diese hochintelligente Leistung geraten wir gehörig in Zeitdruck und schaffen es gerade noch rechtzeitig zu unserer Bootstour. 

 

Bei einem leckeren Cocktail entspannen wir mit unseren Freunden. Zwar kostet uns diese Tour zu zweit so viel, wie wir in einer Woche in Indien ausgegeben haben, aber das Buffet ist toll, und die hell erleuchtete Stadt gleitet an uns vorbei. Wir futtern uns durch die Köstlichkeiten – Indien ist vergessen. Von Sushi über scharfe Garnelensuppe zu Muscheln, gedämpftem Tintenfisch in Limonen und Chilisauce, frittiertem Fisch bis zu Steaks für unsere namibischen Fleischliebhaber ist alles da. Wir probieren Drachenfrucht und verschiedene Süßspeisen wie Kokoscreme im Bananenblatt. Später probiert Karin noch eine Art Knödel in süßer Kokosmilch, was aber eher ekelig schmeckt. Es ist schön, wieder einmal mit guten Bekannten am Tisch zu sitzen, und wir haben uns viel zu erzählen, sie von 4 Wochen Thailand, wir von Uganda und Indien. 

 


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