Nudelsuppe und Karaoke

Nach dem Frühstück mit den Freunden gehen wir sofort wieder schlafen. Wir sind aber so was von müüüüüüde. Danach verkosten wir wieder die Thai Küche. Phad Thai Nudeln mit Erdnüssen und Shrimps machen uns rund und glücklich.

 

Die anderen gehen Power-shoppen.  Drohnen. I-Phones, Düfte und Kleidung werden den Weg nach Namibia nehmen. Als wir die Gepäckberge sehen, brechen wir in Gelächter aus. Haben wir doch für ein ganzes Jahr nicht einmal die Hälfte davon. Sie brauchen zu acht drei Taxis, um alles zum Flughafen zu schaffen.

 

Wir widmen uns der Büroarbeit. Flüge buchen, Homepage füttern, Geld wechseln und was Weltreisende alles zum Weltreisen brauchen.

 

Dafür belohnen wir uns natürlich mit Essen. Wir entdecken unsere erste Fressmeile. Einen Straßenzug lang stehen Stand um Stand fahrbare Wagen mit allerlei Köstlichkeiten. Was gibt es da nicht alles zu verkosten: Gegrillte Fische, Fische in Sauce, Gemüse, verschiedene Fleischspeisen und Suppen, und Karl entdeckt auch was Neues, das man grillen kann.

 

 

Manchen Stände bieten nur Sachen zum Mitnehmen an. Für uns sehr gewöhnungsbedürftig, werden die Gerichte einfach in kleine Plastiksackerl abgefüllt. „Das Auge isst mit“ -  hier eher nicht.

 

Wir lassen uns auf einem kleinen Hocker nieder. Heute muss es Nudelsuppe sein! Seit Indien träumt Karin von einer richtig leckeren Nudelsuppe mit Gemüse, die einem nicht gleich den Gaumen abflämmt. Klare Brühe mit einem Berg Reisnudeln, Spinat, Korinanderblättchen und Fischbällchen lassen Karin strahlen. Gehackte Erdnüsse und Chili gibt’s zum Drüberstreuen. Mittendrin beißt Karin auf etwas Hartes. Eine Kralle oder Nagel. Welches Tier wohl für die wohlschmeckende Brühe verantwortlich ist? Für ein Huhn eigentlich zu klein...

 

Aber müssen wir alles wissen?

 

Im Bild unten aber eine Hühnersuppe, für Karl die vegetarische Variante.

 

 

Wir kommen an einem Stand vorbei, wo etwas angeboten wird, was wir noch nie im Leben gesehen haben. Es sieht aus wie große grün-rote Raupen, es scheint sich aber eher um Gemüse zu handeln. Hoffen wir! „What is it?“ Die Antwort kommt freundlich lächelnd und klingt wie das Jaulen einer schwerst misshandelten Katze. Die Thaisprache ist für uns sehr gewöhnungsbedürftig. Noch immer unwissend, aber heiter gestimmt, schlendern wir nach Hause und planen im Geiste schon die nächste Mahlzeit.

 

Da die Thailänder ein freundliches Volk sind, füttern sie nicht nur uns, sondern auch ihren Gott. Auf den Hausaltären stehen Speisen und Getränke parat: Früchte, Cola eingeschenkt im Glas mit Strohhalm, … alles was dem Buddha schmecken könnte.

 

 

Apropos, weil wir gerade beim Thema Jaulen sind. In unserem Hotel findet jeden Abend eine Karaokeshow statt. Auch hier denken wir unverzüglich daran, den Tierschutzverein anzurufen, wenn die Sangeskünstler im Brustton der Überzeugung schräge Töne von sich geben.

 


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