Loikaw

Staunend stehen wir vor der Taungweh Pagode. Stellt euch Meteora mit jeweils einer Pagode vor, erreichbar über steile Treppen und neuerdings auch einem Lift und verbunden mit Brücken.

 

Wir sind hier in Loikaw, ca. 350 km nördlich von Yangon. Heute früh sind wir mit dem Nachtbus aus Yangon hier angekommen. Aus der geplanten 13 bis 14 Stunden Tour sind letztendlich 16 Stunden geworden. Davor waren wir schon über eine Stunde mit einer Art Sammeltaxi zum Busbahnhof unterwegs.  Ihr könnt euch also vorstellen, dass unser Sitzleder jetzt gut gegerbt ist.

 

Der Busbahnhof in Yangon ist riesig und unübersichtlich. Hätte uns der Sammeltaxifahrer nicht fast direkt beim Bus abgesetzt, wären wir wahrscheinlich stundenlang herumgeirrt, um den richtigen Bus zu finden. Zumal absolut nichts in lateinischer Schrift angeschrieben steht, weder der Name der Busgesellschaft, noch die Busnummer, noch das Ziel.  Als wir das Ticket gekauft haben, hat uns die Dame am Schalter all das in birmanischen Buchstaben aufgeschrieben. Diesen Zettel zeigen wir vor. So gehts.

 

Die Schlaumeier beginnen den Bus zu beladen. Riesige Säcke warten darauf, eingeladen zu werden. Jeder halbwegs normale Mensch sieht, dass das nicht einmal in drei Busse passen würde. Doch die Weisen von der Busgesellschaft wissen es besser. Sie liegen zu dritt im Laderaum und versuchen mit den Füßen, die Säcke in die richtige Position zu hieven. Kaum eineinhalb Stunden später ist der Laderaum fast voll. Da kommt einem die schlaue Idee: Hoppala, das Gepäck der Fahrgäste sollten wir ja auch noch mitnehmen!  Also wird wieder ausgeladen, was mühsam reingestopft wurde, um irgendwann später, vielleicht nie, nachgeliefert zu werden. Schließlich ist auch unser Gepäck mit viel Stopfen und Treten  in das Wageninnere gequetscht. Mit nur 20 Minuten Verspätung rollen wir los.

 

Von der Landschaft sehen wir leider erst am Morgen etwas. Durch schöne Berglandschaft gelangen wir steil bergauf und bergab zu einem See. Die Straße in den Bergen ist eng, nur ein schmaler Mittelstreifen ist asphaltiert, wenn sich zwei begegnen, müssen beide ausweichen. So erreichen wir schließlich Loikaw. Diese Stadt ist erst vor wenigen Jahren wieder für Touristen geöffnet worden. Man kann ja in Myanmar nicht einfach fahren, wohin man will. Man muss sich vorher erkundigen, ob das Gebiet erlaubt ist. Für manche Gegenden braucht man eine Sondererlaubnis, manche sind überhaupt gesperrt oder nur mit Guide und Fahrer zugänglich.

 

Die eingangs erwähnte Pagode erklimmen wir über die steilen Treppchen. Die Pagode liegt auf  dem Thin Mingala Berg. Das Besondere daran ist, dass es sich eigentlich um zwei Berge handelt, die durch eine Brücke verbunden sind. Manche Treppen erinnern an eine Dachbodenstiege. Von oben hat man eine sehr schöne Sicht auf die nahe gelegenen Berge. 

 

 

In  einem eigenen Gebäude in der Nähe ist ein großer liegender Buddha zu sehen.

 

 

Schließlich treffen wir noch eine Padaung-Frau beim Weben an. Wegen dieser Damen mit den vielen Halsringen sind wir nach Loikaw gekommen, sie wollen wir morgen besuchen. 

 


Wir freuen uns über eure Kommentare, Anregungen, Fragen...