Im Bus nach Hsipaw

Wieder steht eine lange Nachtbusfahrt auf dem Programm. 14 Stunden sollen es nach Hsipaw werden. Doch zuerst gehen wir noch einmal auf den örtlichen Markt. Wie immer ist es dort sehr lebendig.

 

 

Die Nachtbusfahrt ist nur in einer Hinsicht bemerkenswert: Wir lernen Tschechen aus Brünn kennen, die in zwei Wasserflaschen einen sagenhaften selbstgebrannten Marillenschnaps mithaben. Allein der Geruch treibt uns Heimwehtränen in die Augen😉 Und erst der Geschmack: Schmeckt wie Heimat!! Die beiden lieben Österreich zum Schifahren und kennen die Wachau vom Klettern.

 

Knapp 14 ½ Stunden später sind wir auch schon in Hsipaw angekommen. Wir wollen hier eine mehrtägige Trekkingtour in den Bergen zu Palaung-Dörfern machen. Die Palaung sind ein ganz anderer Stamm als die Padaung mit ihren Halsringen. Klaudia hat uns gefragt, wie der Hals der Frauen aussieht, ob die wund werden. Das ist eine interessante Frage, die uns zufällig am Inle-See beantwortet wurde, wo wir drei Padaung-Frauen trafen. Also, wund werden sie nicht. Uns fällt auf, dass sie den Kopf extrem gerade und hoch gestreckt halten müssen, weil die Ringe ja so hoch gehen. Und zum Schutz für das Kinn haben sie ein schmales, buntes Tuch zwischen Hals und Ringe gesteckt, das beim Kinn raussteht. Die Ringe sind ja nicht so eng, dass sie scheuern. Und da, wo die Ringe unten an die Schultern anstehen, können sie die untersten ein wenig umklappen, um so besser schlafen zu können. Früher glaubte man übrigens, dass, wenn man die Ringe abnähme, die unterentwickelten Muskeln den Kopf nicht mehr tragen könnten und quasi der Kopf wie eine welke Blume am Stengel runterhängen würde. Heute weiß man durch Röngtenaufnahmen, dass die Muskeln sehr wohl entwickelt sind und auch keine Deformationen der Halswirbelsäule bestehen. Bloß der Blick aufs Smartphone ist ein bisserl unbequem😉

 


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