Schlangenwein oder Skorpionschnaps

Die Entscheidung ist nicht leicht. Und es wäre höchst unhöflich, das abzulehnen, was einem zum Kosten angeboten wird. 

 

Der Skorpionschnaps ist ziemlich stark, der anschließend angebotene Reiswein deutlich milder. Auch der braune Rum ist nicht zu verachten, doch dann verabschieden wir uns höflich, um uns leicht beschwingt ein paar Kokosnussdalken zu genehmigen.

 

 

Diese Kostproben am Nachtmarkt von Luang Prabang beschließen unseren Spaziergang durch die Altstadt. Luang Prabang war der Sitz der laotischen Könige, den Königspalast kann man besichtigen. Hier befindet sich auch der Pha  Bang, der historisch bedeutendste Schatz Laos, eine 83 cm hohe Buddhastatute aus Goldlegierung, welche auch der Stadt den Namen gab. Sie darf nicht fotografiert werden. 

 

Königspalast

Wat Ho Pha Bang, in dem der Pha Bang aufbewahrt wird.

 

Ansonsten organisieren wir uns die Weiterfahrt in den Norden, wo wir hoffen, dem Massentourismus ein wenig zu entfliehen. Mit dem lokalem Bus werden wir morgen nach Phongsaly fahren.

 

Nach dem Frühstück haben wir heute ein Lehrbeispiel asiatischer Preisgestaltung erhalten. „Psst, da kommen Leute, die zahlen mehr als ihr“, sagte unsere Zimmerwirtin. Mit gespitzten Ohren sitzen wir da. „40 Dollar“ eröffnet die Wirtin mutig die Preisverhandlungen. „30“ kommt das bestimmte Gegenangebot. Unsere Zimmerwirtin akzeptiert sofort. Die Leute freuen sich, so ein Schnäppchen gemacht zu haben; die Wirtin freut sich, dass sie so viel zahlen und wir – ja, wir freuen uns auch, denn wir bezahlen 17 Dollar für das gleiche Zimmer. So sind fünf Leute glücklich – da kann doch nichts Schlechtes dran sein!

 


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