Sonntagnachmittag am Mekong

Träge sitzen wir auf der Terrasse. Ebenso träge zieht unter uns der Mekong seine Bahn. Sonntagnachmittag, und nichts zu tun, als dem Fluss beim Fließen zuzusehen…

 

 

Von Oudomxay sind wir mit einem kleinen lokalen Bus nach Pak Beng gefahren. Wir wieder mal als einzige Weiße. Aber ab Pak Beng ist es damit leider wieder zu Ende, denn das liegt an der Back-Packer-Rennstrecke, also wieder jede Menge los.

 

Wir wollen noch einmal Schifferlfahren. Mit dem Slow-Boat den Mekong hinuntergleiten bis Luang Prabang und so unsere Runde durch Nordlaos abschließen.

 

Unser „Luxusbus“ braucht keine Air-condition. Oder besser gesagt, die hat er schon. Denn bei der Tür fehlt die Scheibe und so ist für Frischluftzufuhr gesorgt. Bergauf haben wir einen derartigen „Affenzahn“ drauf, dass uns einmal sogar ein Moped mit drei Personen drauf überholt! Aber bergab gibt es dafür nichts zu meckern.

 

Kalt wird uns trotz  fehlender Scheibe nicht, zu eng sind wir geschlichtet. Es kommt wieder eine Reihe Stockerl im Mittelgang zum Einsatz, sofern sie neben Reis- und Gemüsesäcken Platz haben. Eine dicke Mutti baut Karl so hinter ihrem Rucksack ein, dass er eingemauert ist wie eine untreue Haremsdame.

 

Ja, der große Sack muss auch noch mit. Der protestiert aber laut quiekend. Mo-ment! ??? Ein scharfer Blick macht klar: Der schwarze Rüssel gehört zu einem stattlichen Hausschwein. Schwein gehabt? Nein, das Schwein sitzt nicht auf einem Stockerl am Mittelgang, es wird mitsamt Sack auf das Dach gehievt.

 

Doch unser Ritt ins Flachland dauert nur vier Stunden, Kurzstrecke sozusagen! Die Berge weiten sich, die Flusstäler werden intensiv landwirtschaftlich genutzt, Mais, Bohnen, Erbsen, Wassermelonen und erstmals sehen wir Bananenmonokulturen, wo die Bananenstauden im Plastiksack reifen.

 

In Pakbeng angekommen, finden wir es erstmals fast nicht. So klein ist es. Im wesentlichen eine lange, einreihige Straße am Mekong, die am Abend für ein paar Stunden für die Back-Packer zum Leben erwacht, die mit dem Boot von Huaxay kommen und am nächsten Morgen mit dem nächsten Boot nach Luang Prabang weiterfahren wollen und umgekehrt.

  

Aber die Restaurants haben schöne Terrassen über dem Fluss, wo man sitzen und der Zeit beim Vergehen zusehen kann. Und es gibt gute Nudeln in Kokossauce mit Gemüse, denn wir hatten in der letzten Zeit einen gewissen Reis“Overkill“.


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