Slowboat  am Mekong

Gemächlich gleitet das Boot über den Mekong… Nein, das hatten wir geglaubt. Doch in der Trockenzeit lässt der niedrige Wasserstand schroffe Felsen hervortreten und macht das Navigieren spannend. 

 

 

Strudel bilden sich, und oft rauschen wir nur knapp an den Felsen vorbei. Das sieht toll aus. Vom Sitzkissen hinter dem Kapitän aus sieht man besonders gut, und mehr als drei Stunden beobachtet Karin den Fluss, wie er sich durch die Berge zwängt. Karl plaudert inzwischen mit zwei Schweizern und zwei Wahl-St. Pöltnern. Die beiden interessieren sich sehr für das Sabbatical, da sie im Klinikum arbeiten, und damit auch zum Land gehören.

 

Wir fahren mit dem Slow-Boat von Pakbeng nach Luang Prabang. Damit schließen wir die Runde, die wir von Luang Prabang aus in den Norden gemacht haben. Viel versprechen wir uns nicht, denn es ist ein Teil der Back-Packer-Tour, und Horden von Leuten haben am Vorabend die einzige Gasse des Ortes bevölkert. Und uns in der Nacht aufgeweckt, als sie betrunken heimkamen.

 

Aber es kommt anders. Da die meisten schon den zweiten Tag Boot fahren, haben sie gestern schon gesoffen und verschlafen heute den größten Teil der Fahrt oder starren auf ihr Handy. Gestern soll es ein Party-Boot gewesen sein mit  zerbrochenen Gläsern und Bierlachen, sagt eine Deutsche, die hofft, dass es heute besser wird. Und wirklich, es ist sehr schön, sehr entspannt und ruhig. Man kann die Landschaft genießen und am Schluss, als wir durch die Felsen durch sind, dürfen wir auch ganz vorne am Bug sitzen.

 

 

Die Bootsfahrt dauert acht Stunden und das Boot ist zwar gut gefüllt, aber nicht übervoll. Und mit den Schweizern und St. Pöltnern haben wir nette Gesellschaft. Anders als am Irrawaddy in Myanmar gibt es hier keinen regen Bootsverkehr. Einheimische steigen nur in den kleinen Dörfern unterwegs zu, von Pakbeng aus fahren sie lieber mit dem Bus, das ist schneller und billiger. Aber für uns ist eine Bootsfahrt am Mekong, einem der großen Ströme Asiens, natürlich interessanter. Und der Fluss ist durch die Strudel und Felsen abwechslungsreicher als der Irrawaddy, der ruhig und behäbig dahinfließt.

 

 

Mit dem Tuk-Tuk geht es anschließend ins Zentrum. Für uns sehr ärgerlich, sind die Bus-Bahnhöfe und Anlegestellen immer weit außerhalb des Zentrums, damit man immer ein Tuk-Tuk nehmen muss. Wie schön wäre es, sein Fahrrad dabei zu haben…

 

In Luang Prabang kümmern wir uns sofort um die Weiterfahrt in den Süden, denn wir wollen dort ein Moped nehmen, um noch ein paar Tage herumzufahren und in Höhlen zu kraxeln und die Landschaft zu bestaunen. Morgen Früh geht es los und mit etwas Glück sind wir am späten Abend in Thakhek.

 


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