Ream Nationalpark

Der Ream Nationalpark liegt nur wenige Kilometer von Otres entfernt. Von dichtem Wald bedeckt, erstreckt er sich bis an die Meeresküste. Mangrovenwälder, Rhesusaffen, unberührte Sandstrände – das müssen wir sehen!

 

Wir mieten uns ein Moped, und los geht’s. Doch halt, da die kambodschanische Polizei dafür bekannt ist, Ausländer bei Verkehrsvergehen gnadenlos abzuzocken, checken wir das Fahrzeug doppelt und dreifach. Internationaler Führerschein ist da, Spiegel sind da, Blinker funktionieren, Helme haben wir auf … - man kann gar nicht vorsichtig genug sein. Wenn wir große Probleme mit der Polizei bekämen, sollen wir uns bei ihm im Hotel melden, meint unser Receptionist freundlich. Nach ca. zweieinhalb Stunden fällt uns beim mittlerweile 2. Halt auf, was wir übersehen haben: wir fahren ohne Kennzeichen😉 - soviel zum Thema Vorsicht!

 

Unseren ersten Stopp legen wir bei einem Wat am Wegesrand ein. Zuerst zeigen uns die freundlichen Mönche erst einmal, wie man unseren Mopedsitz öffnen kann. Sind eben technisch versierter als unsereins...

 

Ein Treppenweg führt zwischen den Felsen empor zum Haupttempel. Dabei wurden Figuren wie der füllige Buddha und der Elefant aus dem Stein herausgearbeitet.

 

 

 

Dann geht es weiter in den Nationalpark hinein. Auf teilasphaltierter Straße fahre wir durch dichten Wald bis zum 9 km langen  Koh Sampouch Strand. Da sich die kambodschanische Regierung eher dem Mammon als dem Naturschutzgedanken verpflichtet fühlt, wurde ein weitläufiges Gebiet an die Chinesen verpachtet, die hier ein riesiges Resort am Strand errichtet haben. Doch außer ein paar Bussen mit chinesischen Ausflüglern ist hier nichts los. Deshalb legen Hiesis-on-tour hier ein Päuschen ein. Hier entdecken wir auch diese beiden Tierchen.

 

 

Als wir später weiterfahren, finden wir noch kilometerweit unberührte, einsame Sandstrände. Einsam, unberührt… so stellt man sich das tropische Paradies vor. 

 

 

Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Wo nicht Hotels oder Gemeinden den Strand säubern, ist er auf vielen Kilometern gnadenlos zugemüllt. Da macht es keinen Spaß, am einsamen Strand zu liegen. Urlaub auf der Mülldeponie! Der Mensch macht sich das Paradies selbst kaputt. Außerdem sind wir beide bald von den Füßen bis zu den Knien mit Stichen übersät. Sandfliegen? Sandflöhe? Wenigstens juckt es nicht. 

 

 

Später kommen wir zum Prek-Toek-Sap-Fluss, dessen Ufer von Mangroven gesäumt wird, deren Wurzeln im Wasser stehen.  

 

 

Bei der Rückfahrt tollt eine Gruppe Affen durchs Gehölz. Ob es sich um Rhesusaffen handelt, wissen wir nicht. Wir freuen uns aber, auch hier in Asien Affen zu sehen, wie auch zuvor bereits in Angkor Wat. Auch 155 Vogelarten, Reptilien, Krokodile, Rotwild und Wildschweine sollen hier noch im dichten Wald und den Mangroven leben.

 

Nunmehr wegen des fehlenden Kennzeichen besorgt, vermuten wir hinter jedem Baum einen Polizisten. Zumindest der weibliche Teil der Hiesis;) Das also hat sich unser Rezeptionist gedacht, als er gesagt hat, "wenn ihr große Probleme mit der Polizei bekommt" …

 

Doch anscheinend machen sich auch die Polizisten einen faulen Sonntag, und wir bleiben ungeschoren. Überhaupt keinen Geschäftsgeist die Typen... In Simbabwe hätte es das nicht gegeben;) Am Abend nehmen wir aber vorsichtshalber den Weg über die Strandpromenade, um essen zu fahren. So fehlt uns zwar unsere "korrupte Polizisten"-Story, aber das gesparte Geld legen wir lieber in ein feines Abendessen an. 

 

Vielen Dank für die vielen Geburtstagswünsche, die Karl über What's App, Mail und als Kommentare erreicht haben. Es ist schön, wenn man nicht vergessen ist. Da kann man sich dann auch aufs Heimkommen freuen...

 


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