Noch einmal planschen

Säßen wir jetzt in der Badewanne, würden wir kaltes Wasser dazulassen. Denn das Meer ist heute in Strandnähe ungelogen wie Thermalwasser. Da kann man echt stundenlang drinsitzen und genießen...

 

Noch einmal genießen wir einen Strandtag, bevor wir uns wieder aufmachen, um noch ein Stückchen von Kambodscha zu sehen. Morgen fahren wir nach Koh Kong. Den Namen haben wir nie zuvor gehört. Diesen Floh haben uns zwei Holländer ins Ohr gesetzt. Und da wir seit Afrika gerne unsere Pläne ändern, um Tipps nachzugehen, schauen wir uns das an.

 

Fünf Stunden soll die Fahrt über die Berge nach Koh Kong dauern. Das liegt auch am Meer und war bis vor ca. zehn Jahren nur auf dem Seeweg erreichbar. Vorgelagert soll eine kleine Trauminsel sein. Wir aber haben da was anderes vor: Wir wollen ein Dschungeltrekking ins Kardamom-Gebirge machen, wo man in der Hängematte schläft. Das klingt schon so exotisch: Kardamom-Gebirge, oder?

 

Allmählich merken wir, dass die Regenzeit im Anmarsch ist. Täglich gibt es nachts ein heftiges Gewitter, und die Luft ist schon so feucht, dass die Badetücher über Nacht nicht mehr trocknen. Heiß ist es und wir schwitzen, wenn wir nicht gerade am Strand liegen. Da ist es im Gebirge sicher kühler und angenehmer.

 

Nach einer Woche Strandurlaub haben wir wieder Lust auf Neues. Und Kambodscha, das wir nur auf Angkor Wat reduziert hatten, bietet so vieles, dass wir glatt noch zwei Wochen bleiben könnten... Die Kambodschaner mögen wir auch sehr gern: Fröhlich, freundlich, es ist sehr angenehm hier. Unser kleines "Tief" vor ein paar Wochen war also rein auf die Touristen-Hochburgen in Laos beschränkt. Schön, dass wir Asien jetzt noch einmal richtig genießen können. 

 

Auch mit ihren Kochkünsten haben sie uns erobert. Gestern gab es gegrillten Red Snapper mit Salat und Kartoffeln, heute verkosten wir Barracuda in Limettensauce mit Reis. Die letzte Woche haben wir an einem Straßenstandl zu Mittag gegessen: Hühnercurry in Kokosmilch mit Reisnudeln, Nudelsuppe und - ja es schmeckt genauso wie daheim - Rindsgulasch, hier mit Reisnudeln, es gibt aber auch ein Baguette dazu. Hier treffen sich die Hotelangestellen der Umgebung, und wir haben ein sehr interessantes Gespräch über die politische Situation mit dem Receptionisten des Luxushotels gegenüber, wo eine Nacht soviel kostet, wie wir für eine Woche bezahlen.

 

Und unseren Kochkurs (der Karli mag nicht alleine!) werden wir vielleicht in Battambang machen und dann noch einmal Booterl fahren - oder auch nicht. Das ist das Beste an unserer Reise: Wenn wir wollen, können wir unsere Pläne ändern, sooft wir wollen, und die ganze Welt steht uns offen. Wir können machen, was wir wollen und sind frei!

 


Wir freuen uns über eure Kommentare, Anregungen, Fragen...