Kings Canyon und Sequoia

Ehrfürchtig stehen wir vor den beiden Baumriesen General Grant und General Sherman. Dann schauen wir über den Rand, tief hinunter in den Kings Canyon. Wir wandern an mächtigen Sequoias vorbei und machen uns auf die Suche nach Bären...

 

 

In der Nacht haben wir in unseren Sommerschlafsäcken unter zwei Decken gefroren. Wir liegen auf 2000 Metern Seehöhe, am Straßenrand liegt noch Schnee. Den Bären war es wohl auch zu kalt, sie bleiben in der Höhle und verschonen uns mit ihrem Besuch.

 

Wir wechseln in den Kings Canyon-Nationalpark. Der South Fork Kings River hat einen tiefen Canyon mit spektakulären Ausblicken geschaffen. Man kann bis in den Talgrund hinunterfahren. Hier hat 20015 ein riesiges Feuer große Teile verbrannt, der Boden ist schon wieder grün, die Bäume sind teilweise verkohlt. Auch hier wunderbare Wildblumenblüte, der Fluss selber ist wild.

 

 

Als nächstes machen wir General Grant unsere Aufwartung. 1700 Jahre soll der Baumriese alt sein. Man muss den Kopf in den Nacken legen, um die Baumspitze zu sehen. Sequoias sehen so ähnlich aus wie Redwoods, nur sind die Redwoods schmäler und noch höher. Grob vereinfacht gesprochen, wirken Sequoias "pummeliger".

 

Am Besuchercenter "tanken" wir Trinkwasser, dann nehmen wir den Generals Highway zum Giant Forest. Hier finden sich zahlreiche Baumriesen, darunter "General Sherman", der Sequoia mit dem weltweit größten Volumen.

 

 

Der Congress Trail führt von General Sherman in zwei Meilen durch einen wunderbaren Wald voller Riesen. Eine Stunde schlendern wir und bestaunen die riesigen Bäume.

 

 

...umarme einen Baum... rette eine Welt... oder so

 

In Crescent Meadow soll die Chance auf Bärensichtungen groß sein. Aber nicht, wenn so viele Leute durch den Wald trampeln. Ein meadow ist ein Sumpf. Jetzt im Frühjahr ist er wohl gefüllt, und Tausende Frösche quaken um die Wette.

 

Unser angestrebtes Camp bleibt uns versagt, die Straße dorthin liegt unter Schnee begraben. So machen wir uns auf den Weg zurück zu einem schönen Platz im Kings Canyon. Gut so, denn der angestrebte Platz liegt auf 2400 Metern. Da hätten wir uns sicher den Allerwertesten abgefroren und Eiszapferl an den unmöglichsten Stellen gehabt.

 

So lernen wir eine neue Geißel kennen: Stechmücken. Doch nach der Dämmerung verziehen sie sich und wir genießen einen wunderbaren stillen Abend unter den Sternen, denn auch heute zelten wir hier alleine.

 


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