Yosemite-Fall und Mirror Lake

Ein vorsichtiger Blick aus dem Zelt: Petzi? Kein Bär in Sicht. Unser Gesang war ihm wahrscheinlich wirklich zu furchterregend. Bei Tageslicht ist man ja immer viel mutiger, und so frühstücken wir in aller Ruhe eine große Pfanne Eierspeis. Singend...

 

Der Yosemite-Fall ist unser erstes Ziel. Er ist Nordamerikas höchster Wasserfall und – das ist das Besondere – er ist saisonal, nur im Frühling und Frühsommer zu sehen. Denn er wird nicht von einem Fluss gebildet, sondern bekommt sein Wasser ausschließlich durch die Schneeschmelze. Zum unteren Wasserfall führt ein einfacher Weg. 

 

Den Weg zum oberen Wasserfall heben wir uns für morgen auf. Falls das Wetter schön ist. Denn als wir heute aus dem Zelt lugen, ist der Himmel bedeckt, und es ist deutlich kälter geworden.

 

Schade! Denn gestern hatten wir keine Zeit mehr für die Wanderung zum Mirror Lake. In diesem klaren Bergsee spiegelt sich bei gutem Wetter der Half Dome. Ein netter Wanderweg führt dahin, durch die Schneeschmelze auch er immer wieder überspült. Gut, dass wir gelernt haben, über Baumstämme und Steine zu balancieren. Am Weg zahlreiche Kletterfelsen, wir beobachten die Kletterer beim Bouldern.

 

Der Half Dome spiegelt sich zwar im See. Aber nur die untere Hälfte, die obere ist in den Wolken versteckt. 

 

 

Weiter führt der Weg am Fluss entlang. Flüsse sind hier wild, Schlauchbootfahren ist keine gute Idee, wenn man nicht in Einzelteile zerlegt aussteigen will. 

 

 

Wir brauchen unsere Einzelteile noch, deshalb begnügen wir uns damit, vier Stunden zu wandern. Damit wir zu müde sind, uns vor dem Petzi-Bären zu fürchten...

 

Als wir wieder aus dem Park fahren, beginnt es zu regnen. Na, wenn’s weiter nichts ist. 0 Grad. Jetzt wird Schneeregen daraus. Fein! Da macht Zelten richtig Spaß;(

 

 


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