A hell of a place…

…to lose a cow! – Soll Ebenezer Bryce gesagt haben, als er die verwinkelten Canyons des Landes in Anschau nahm, auf dem der Mormonensiedler Landwirtschaft betreiben wollte. Nach ihm ist der Bryce Canyon benannt.

 

 

Sind schon in den bisherigen Nationalparks die roten Felsformationen ein Blickfang gewesen, so sind die orangen Felsnadeln, genannt Hoodoos, die im Canyon stehen, der Oberhammer. Einen besonders schönen Blick hat man vom Bryce Point hinunter.

 

Die Mossy Cave ist im Sommer nichts Besonderes. Im Winter aber ist das Wasser, das überall herunterrinnt, gefroren und bildet grandiose Eiszapfen.

 

Auch ein kleiner Wasserfall ist in der Nähe. Am besten gefällt uns aber dieses Felsloch, das wir Sternenfenster taufen.

 

Die orangen Felsen leuchten in der Sonne und bilden Kitschfaktor 10.

 

 

Ein Scenic Drive führt bis zum südlichsten und höchsten Punkt der Straße. Hier am Rainbow-Point stehen wir auf 2780 Metern. Da ist es angenehm, dass man in der Kurzen mit T-Shirt gehen kann…

 

Zahlreiche Aussichtspunkte entlang des Canyon-Randes erlauben spektakuläre Blicke in den Canyon: Da gibt es Steinbrücken, Felsnadeln und Seitencanyons.

 

 

Wenn man ein Stück vom Sunset-point nach unten geht, erlaubt ein Loch in einer Steinwand einen grandiosen Blick auf die Felsnadeln.

 

 

Von hier wollen wir morgen eine Wanderung hinunter zu den Felsnadeln unternehmen. Über den Navajo-Trail und den Peekaboo-Trail wollen wir zum Bryce Point durch den schönsten Teil des Canyons wandern.

 

Bei der Zeltplatzsuche begegnen uns diese Tiere. Es sind Pronghorns, die wir noch nirgends sonst gesehen haben. Dass sie überhaupt nicht scheu sind, merken wir, als wir gerade beim Abendessen sitzen und zwei ganz nahe herankommen. Sie geben Laute von sich, die klingen wie „Geht aus dem Weg“, und warten ein wenig. Da die ungehobelten Ausländer aber sitzen bleiben, nehmen sie schließlich langsam einen Umweg. Hier wird anscheinend nicht viel gejagt, jedenfalls kennen diese Tiere anscheinend keine Furcht vor dem Menschen. Ein weiterer friedlicher Abend vergeht, und wir fragen uns, wie wir es je wieder auf einem überfüllten europäischen Campingplatz aushalten sollen, wenn uns hier der ganze Wald allein „gehört“...

 

Am Abend, als wir Blog schreiben, kommen uns dann noch Kühe besuchen. Der Wald lebt…

 

Und zum Schluss noch eine Abstimmung: Unser Sohnemann befindet sich ja wieder einmal auf dem selben Erdteil wie wir. Im Unterschied zu seinen Eltern verbringt er seine Zeit aber mit sinnvoller Arbeit... Da er es mit der Integration ernst meint, hat er auch schon (als einziger von uns) einen Cowboyhut gekauft. Also: Wer ist cooler? Und wer schaut aus wie J. R. Ewing?

 


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