Bryce Canyon, Peekaboo-Trail

 

Leise knistert das Lagerfeuer vor uns. Wir sitzen gemütlich beisammen und lassen den Tag Revue passieren. Geht’s noch? Können wir euch noch ein paar Steine zumuten? Sind eh nicht mehr viele…

 

 

Der Navajo-Trail und der Peekaboo-Trail führen hinunter in den Bryce Canyon, direkt ins Herz des Amphitheaters. Der Navajo-Trail führt als Runde in steilen Serpentinen zwischen den roten Felsnadeln hinunter. Der Weg ist breit, einfach und ausgetreten. 

 

 

Ein Verbindungsweg führt hinüber zum Peekaboo-Trail. Das ist das lohnendere Ziel. Die tollsten Felsformationen können wir da bestaunen. Zu Stein gewordene Mädchenträume von Prinzessinenschlössern über Geburtstagstorten mit Kerzen bilden wir uns ein zu sehen. Vielleicht sind uns in der Hitze aber auch nur die Leitungen verschmort…

 

 

Wer glaubt, unten im Canyon ist es flach, der irrt. Immer wieder geht es kräftig auf und ab, und das mit dem Erschießen ist wieder ein Thema. Aber es lohnt sich (nicht das Erschießen!), denn die Größe und Schönheit der Hoodoos sieht man erst richtig, wenn man mitten drin ist.

 

 

Eigentlich wollten wir die beiden Trails nur zur Hälfte vom Sunset-Point zum Bryce-Point gehen und dann mit dem kostenlosen Shuttle-Bus zurückfahren. Aber es ist einfach zu schön. Und da die beiden Trails jeweils eine Runde sind und sich so zu einem Achter verbinden lassen, beschließen wir, auch wieder zurückzugehen.

 

Der zweite Teil ist dann irgendwie viel kürzer, und viel zu bald müssen wir wieder den Aufstieg aus dem Canyon in Angriff nehmen. Vorher sehen wir noch ein paar – Überraschung: Felsen!

 

Thors Hammer
Thors Hammer

 

Nach dem Mittagessen fahren wir nach Kanab. In dieser Ortschaft bekommt man die Permits für „The Wave“ – wenn man Glück hat. 10 Permits werden jeden Tag verlost – 60 bis 100 Mann bewerben sich darum. Weitere 10 Permits wurden vor 4 Monaten online verlost – wie hätten wir denn da schon wissen sollen, wann wir hier sein werden?! Sehr große Chancen rechnen wir uns nicht aus, denn bei Verlosungen gehen wir meist leer aus.

 

Macht aber nichts. Denn von Kanab aus geht es auch in den Zion-Nationalpark, und der ist für viele, mit denen wir in den letzten Wochen gesprochen haben, der Schönste ihrer ganzen Reise gewesen. Wenn wir nicht auf der Welle reiten können, dann schauen wir halt den Engeln beim Landen zu…

 

Heute zelten wir wieder im Escalante, die nächsten beiden Nächte gönnen wir uns dann ein feines Zimmer mit Badewanne, Swimming-Pool und Frühstücksbuffet. Wir wollen uns noch einmal verwöhnen, denn wir haben nur mehr knapp über zwei Wochen – quasi Jahresurlaub… Und im Urlaub soll man es sich doch gut gehen lassen, oder?

 


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