Yangon

 

Als wir an unserem ersten Tag in Yangon am frühen Nachmittag schlaftrunken aus dem Haus wanken, um unsere Kalorienspeicher aufzufüllen, fallen uns bereits erste Änderungen zu 2017 ins Auge.

 

Auf den Straßen sitzen nach wie vor die Händler und verkaufen Krimskrams doch dahinter machen sich mehr und mehr Computer-Stores breit, und die traditionellen Curry- und Suppenverkäufer auf der Straße bekommen Konkurrenz von Restaurants, die ihre Speisekarte bebildern oder sogar auf Englisch anbieten.

 

Dass das aber nicht heißen muss, dass das Personal die Karte auch versteht, bemerken wir, als wir Baozi bestellen wollen, einen Art gefüllte Germknödel. Karl hätte gerne 2 Stück mit Hühnerfleischfülle, Karin gerne zwei mit Bohnenfülle. Eifrig fragt die Kellnerin zwei mal unter viel Gelächter nach, wir zeigen es ihr in Englisch und in birmanischer Schrift. Sie fragt zur Sicherheit noch bei einem anderen Gast nach, dann ist alles klar. Schließlich bekommen wir jeder nur einen Knödel und zwar mit Huhn ;)

 

Und dann erleben wir den Kulturschock: Die städtischen Busse haben plötzlich Nummern in arabischen Ziffern aufgedruckt! Zwar bleibt das Ziel noch immer unklar, aber zumindest findet man den Bus, wenn man die Nummer kennt.

 

Und noch etwas Neues gib es zu vermelden, Lokale müssen Steuer zahlen und das mit fein säuberlich geklebten Steuermärkchen auf der Rechnung nachweisen. Und eine weitere Änderung gefällt vor allem Karin nicht: Die jungen Männer gehen vermehrt vom traditionellen Longhii zu Jeans über.

 

Was sich gottlob nicht verändert hat, sind die freundlichen, fröhlichen, hilfsbereiten Menschen. Und als wir von einer Schulklasse für ihr Englisch-Projekt interviewt werden, können wir die Frage, was uns denn in Myanmar am besten gefällt, ehrlich beantworten mit "die Leute".

 

 

Doch muss leider bemerkt werden, dass wir keine reiseerprobten Traveller mehr sind, sondern hygieneverwöhnte Europäer, und so opfert Karin ihr Abendessen nachts den Reisegöttern ...

 

Allzu sehr geben wir uns diesmal nicht dem Sightseeing hin, denn erstens haben wir die Hauptsehenswürdigkeit Yangons, die Shwedagon-Pagode, schon beim letzten Mal besichtigt, und zweitens beutelt uns ein Temperaturunterschied von fast 40 Grad: Von -10 Gard in Peking zu fast 30 Grad hier!

 

Unser Hotel liegt im Zentrum Yagons nahe der Sule-Pagode. Deshalb schlendern wir schon bald durch den Maha Bandula Park, der von den historischen Gebäuden der Cityhall, der Baptistischen Kirche und dem Obersten Gerichtshof umgeben ist, in der Mitte des Parks erhebt sich das Unabhängigkeitsdenkmal, dahinter die modernen Hochhäuser der Stadt.

 

 

Im Unterschied zu gewissen Ländern hinter den Alpen ist man hier für Nichtraucher dankbar:

 

 

Und wenig später finden wir eine wirkungsvolle Absperrung, die sich auch Herr Trump für seine Grenze leisten könnte:

 

 

Unweit unseres Hotel legen am Abende Verkäufer am Boden ihre Ware aus.

 

 

 

Und jetzt zu Engelberts Frage zu den Hunden:

Also, als Erstes und Wichtigstes: im Unterschied zu China und Laos isst man sie hier nicht, weshalb man sie auch nicht anleinen muss, damit sie nicht das Weite suchen ;) 

Es gibt aber in der Stadt unzählige freilaufende Streunerhunde, die aber allesamt friedfertig sind (daher weder Maulkorb noch Leine!). Als Haustiere sind sie aber eher unüblich - vielleicht, falls doch mal ein Chinese kommt;)

 


Wir freuen uns über eure Kommentare, Anregungen, Fragen...

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Kommentare: 1
  • #1

    K u h (Samstag, 12 Januar 2019 18:03)

    Hi meine Liebe hatten den gleichen Eindruck letztes Jahr in Thailand hat sich auch sehr vieles verändert in den letzten 10 Jahren