Salkantay-Trek vierter Tag

„Tuut, tuut“, energisch vertreibt das Signal des Lokführers die Wanderer von den Schienen. Denn von Hidroelectrica nach Aguas Calientes müssen wir uns den Weg mit der Bahn teilen. Steil schrauben sich neben uns die Berge hoch, und wir erhaschen einen ersten Blick auf Machu Picchu hoch oben am Berg.

 

 

Der Morgen sieht keine sexy lamas, sondern Lamas, die zu müde zum Sex sind… Die Fiesta hat ihre Spuren hinterlassen, und mancher frühstückt eine Kopfschmerztablette und beschließt, das nächste Stück mit dem Bus zu fahren…

 

Dabei gibt es heute so ein super Frühstück. Palatschinken mit Schokolade, Fruchtsalat und Brötchen mit viel Tee vertreiben bald die letzte Müdigkeit. Heute teilt sich die Gruppe: Einige haben einen zipline-Ausflug gebucht und fahren dann mit dem Bus nach Hidroelectrica, wir anderen marschieren in drei Stunden auf einer Forststraße hin.

 

In Hidroelectrica gibt es eigentlich nichts außer Restaurants, Marktständen und den Bussen, die zurück nach Cusco fahren. Sonst ist es nur ein Wasserkraftwerk.

 

Heute ist das Grupptentempo moderat. Woran das wohl liegen mag😉 Auch sind alle entspannt und freuen sich, bald in Machu Picchu zu sein. Und Rosa, Genis und Paulina gestehen, den Schnaps auch weggeschüttet zu haben. Andere wünschen, sie hätten das auch getan…

 

Wir essen in Hidorelectrica zu Mittag. Wir (also der starke Mann im Team Hiesi) tragen heute nur einen Mini-Tagesrucksack für zwei Tage. Der Rest, auch die zwei großen Rucksäcke, wird mit der Zeltausrüstung nach Cusco gebracht, und wir bekommen es ins Hostal geliefert. Den Tagesrucksack hat uns Alvaro gratis mitgegeben. Sehr angenehm! Auch die anderen haben Glück. Eli macht zipline, und el presidente macht blau und nimmt den anderen ihre Sachen im Bus mit, die sie sonst selber schleppen müssten.

 

 

Ab Hidroelectrica folgen wir den Schienen der Bahn. Der Zug ist die teuerste Möglichkeit, von Cusco nach Aguas Calientes zu kommen, dann gibt es noch einen Bus den Berg hoch nach Machu Picchu. Die sexy Llamas aber marschieren!

 

Die Strecke neben der Bahn ist schön. Im engen Urubambatal haben nur der Fluss und die Bahnschienen Platz und ein schmaler Pfad dazwischen. Unangenehm ist der grobe Bahnschotter, über den man manchmal marschieren muss.

 

 

Flüsse sind hier wild, nicht so gezähmt wie zuhause.

 

 

Wir freuen uns über viele bunte Schmetterlinge.

 

 

Auf halbem Wege können wir das erste Mal einen Blick auf die Steinmauern von Machu Picchu hoch oben am Berg werfen. Ja halleluja, da wär ein Packpferd jetzt aber auch nicht schlecht! Und zwar um die Hiesis aufzupacken. Ist das aber weit oben!!! Wie wohl ein sexy lama auf einem Packpferd aussieht?

 

 

Am halben Nachmittag trudeln wir in Aguas Calientes ein, dem Touristenort am Fuße des Machu Picchus, der hauptsächlich durch seine Hässlichkeit und die hohen Preise auffällt. Wobei die ja wieder Verhandlungssache sind… Als wir bei einem Lokal nach dem Blick auf die Speisekarte im Abmarsch sind, fällt dem auf der Straße stehenden Keiler ein, dass gerade heute, gerade das, was wir essen wollen, im Angebot ist  - und ein Drittel billiger!

 

Und so geht es weiter. Das Dorf versucht, aus den Touristen zu quetschen, was drin ist, wendet man sich ab, fallen die Preise. Nicht sehr sympathisch. Das Hostal, in dem wir untergebracht sind, besticht auch eher durch Funktionalität, aber immerhin ist die Bettwäsche frisch und das Duschwasser heiß und ausreichend. Zumindest bei uns! Bei Rosa und Genis bzw. Fabian und Miriam war das Wasser plötzlich weg. Wir durften aussuchen, ob wir zwei große Betten oder ein Doppelbett wollen, auch die beiden anderen Paare bekommen jeweils ein eigenes Zimmer, die vier Burschen und die drei Mädels werden aber in Mehrbettzimtmer gestopft.

 

Aber lange schläft sowieso keiner. Denn morgen ist zeitigst Tagwache angesetzt. Nach dem gemeinsamen Abendessen verrollen wir uns schleunigst in unsere Betten.

 

 

Uns ist gerade aufgefallen, dass wir am 16. April einen Artikel mit dem Namen „El Senor de los Temblores“ freizuschalten vergessen haben. Lest ihn jetzt bitte nach!


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